Asiatische Hornisse

Ansprechpartnerin im Imkerverein Hohenlimburg: 

Martina Krüsemann: info@imkerverein-hohenlimburg.de oder 0151 75071960

Wenn Sie Fragen haben oder Sichtungen melden möchten, scheuen Sie sich nicht, Kontakt aufzunehmen.

Von März bis etwa Juni/Juli/August bauen die überwinterten Königinnen der Asiatischen Hornisse Primärnester, ziehen erste Arbeiterinnen heran und gründen so ein neues Volk. Wir sind dringend auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen, diese Primärnester, die eher leicht entfernt werden können, zu finden. Die folgenden Bilder zeigen die Entstehung eines Primärnests in einer Hagener Kleingartenanlage, das im April 2026 gemeldet und daraufhin entfernt wurde. 

Einen WP-Zeitungsartikel vom 09.03.2026 über überwinterte Jungköniginnen, die mit dem Bau von Primärnestern beginnen, finden Sie hier: 

Seit Anfang August gründen die Asiatischen Hornisse Sekundärnester, die oft hoch in den Bäumen hängen und schwer zu entdecken sind. Bitte halten Sie Ihre Augen auf und melden Sichtungen von Asiatischen Hornissen bzw. Nestern weiterhin bei der Unteren Naturschutzbehörde Hagen. Herzlichen Dank!

 

In Hagen und Hohenlimburg werden seit August 2026 zahlreiche Bienenvölker massiv angegriffen, so auch im Nahmertal. Die betroffenen Imker versuchen, die Völker durch sogenannte „Maulkörbe“ und spezielle Schienen mit kleinen Öffnungen zu schützen. Dies erschwert zwar die Jagd der Asiatischen Hornissen, verhindert sie aber nicht. Die wirksamste Art des Schutzes ist die Entfernung des zugehörigen Sekundärnestes, in dem im September ca. 2500 Tiere leben. Wenn man das Nest hängen lassen würde, würden hier bis zu 400 Jungköniginnen entstehen, die überwintern und im nächsten Jahr versuchen, neue Völker zu gründen. Eine Faustregel besagt, dass aus einem Sekundärnest ca. 10 neue Nester entstehen. Daher hat sich der Imkerverein Hohenlimburg um die Entfernung von entdeckten Sekundärnestern in der Nahmer  und am Steltenberg gekümmert und durch Spenden der Vereinsmitglieder finanziert. Bilder dazu finden Sie auf der Seite „Aktuelles“.

Wenn Sie einen WP-Zeitungsartikel vom 24.9.2026 über die Nestentfernung lesen möchten, klicken Sie bitte hier: 

2026 wurden bis zum 28.September 52 Sichtungen von Einzeltieren, 22 Primärnester (davon 2 nicht entfernt) und 8 Sekundärnester (davon 2 nicht entfernt) gemeldet. Die Hornisse breitet sich massiv aus.

Alle folgenden Bilder wurden von Thomas Beissel zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Woher kommt die Asiatische Hornisse?

Die Heimat der Asiatischen Hornisse (Vespa Velutina) ist die Himalayaregion in China. Sie landete 2004 in Töpferwaren in Südwestfrankreich und hat sich von da aus in Spanien, Portugal, Italien, Belgien, Niederlande, Großbritannien und Deutschland weit verbreitet. Aus einem Volk entstehen im nächsten Jahr ca. 7 neue Völker, die Ausbreitung beträgt etwa 60 km. Es gibt Regionen in Frankreich, wo bis zu 15 Nester pro km² zu finden sind.

Warum stellt sie eine Gefahr dar?

Die Asiatische Hornisse ist eine gebietsfremde Art und hat in Deutschland keine Fressfeine. Ein Hornissenvolk frisst pro Jahr ca. 11 kg Insekten-Biomasse, darunter viele, auch seltene Wildbienenarten, Wespen, Schmetterlinge, Spinnen, Käfer und im Spätherbst vor allem Honigbienen. 11 kg sind etwa 110.000 Bienen (6-8 Bienenvölker). Somit gefährdet sie die gesamte Flora und Fauna. Im Obst- und Weinbau kann es zu wirtschaftlichen Einbußen kommen, auch die Gesundheit des Menschen ist durch Stiche gefährdet. Vor allem in Nestnähe sind die Asiatischen Hornissen sehr aggressiv.

Die Imkereien leiden besonders unter der Asiatischen Hornisse:

  • Flugparalyse: Bei hohem Hornissendruck haben Bienen Stress und fliegen unter Umständen nicht mehr aus. Die Brutaktivität wird zurückgefahren, dadurch gibt es zu wenig Winterbienen, was den Tod des Volkes zur Folge hat.
  • Imker haben massive wirtschaftliche Schäden durch Völkerverluste, eine erhöhte Arbeitsbelastung und hohe Kosten durch Schutzmaßnahmen und sinkende Honigerträge.
  • Als Folge geben immer mehr Imker auf, zumal sie mit den Billigimporten von „Honig“ z.B. aus China konkurrieren müssen.

Wie erkennt man eine Asiatische Hornisse?

Von Anfang März bis Juni leben Asiatische Hornissen in Primärnestern, die an geschützten Orten, z.B. Dachvorsprüngen, Hecken, Nistkästen oder Garagen, teilweise sehr niedrig hängen. Das Flugloch ist unten. Fachpersonal mit einer entsprechenden Schutzausrüstung kann diese Nester aufgrund der geringen Höhe mit relativ wenig Aufwand entfernen. 

Ab Juli bauen Asiatische Hornissen Sekundärnester, die frei in großer Höhe in den Bäumen hängen. In diesen Nestern lebt das Hornissenvolk, das auf über 2000 Tiere anwächst, bis etwa Dezember. Das Flugloch befindet sich auf der Seite.
Diese Nester sind oft schwer zu entdecken und nur mit Hilfe einer langen Lanze oder eines Hubsteigers von Fachpersonal zu entfernen.

Wie ist die Situation in Hohenlimburg?

2023 gab es keine Nester.

2024 wurden 2 Nester entdeckt (Berchum, Obernahmer). Beide wurden im November entfernt.

2025 wurden in Hagen und Hohenlimburg flächendeckend Bienenvölker von der Asiatischen Hornisse angegriffen und teilweise getötet. Insgesamt wurden 13 Sekundärnester gefunden, davon wurden nur 2 vernichtet. Die drei in Hohenlimburg gefundenen Nester (Nahmer, Hünenpforte, Friedhof Niederfeld) blieben hängen.

2026 wurden bis zum 28.September 52 Sichtungen von Einzeltieren, 22 Primärnester und 8 Sekundärnester gemeldet. Davon wurden 20 Primärnester und bislang 6 Sekundärnester entfernt. Das erste in Hohenlimburg gefundene Sekundärnest in der Nähe des Königssees wurde am 21.9.2026 entfernt. Das zweite Nest am Steltenberg hängt noch, aber wir Hohenlimburger Imker bleiben dran.

Wenn Sie eine Karte des LANUK sehen möchten, auf der aktuelle Sichtungen und Nester der Asiatischen Hornisse verzeichnet sind, klicken Sie bitte hier.

Da die Asiatische Hornisse seit 2025 als etabliert gilt, muss nun der Grundstückseigentümer die Kosten für die Nestentfernung tragen. Häufig zahlt aber auch eine Versicherung für die Nestentfernung, es lohnt sich auf jeden Fall nachzufragen. Zudem hat das Land NRW einen Fördertopf eingerichtet, aus dem unter bestimmten Bedingungen Nestentfernungen bezahlt werden. Die Stadt Hagen darf auf ihren Grundstücken nur dann ein Nest entfernen lassen, wenn das Nest in sensiblen Bereichen (z.B. Kindergartennähe) hängt. Wenn das nicht der Fall ist, bleibt das Nest hängen – so z.B. 2025 auf dem Niederfeldfriedhof, an der Hünenpforte und in der Obernahmer. 

 

Was können wir tun?

Mehrere Imker des Imkervereins Hohenlimburg sind bereit, Nester zu entfernen und haben bereits entsprechende Fortbildungen gemacht. Wir haben auch schon von der Bezirksvertretung Hohenlimburg einen Hornissenschutzanzug gesponsert bekommen. Leider besitzen wir aber noch keine über 20 m lange Lanze und weiteres Equipment, um die Sekundärnester, die hoch in den Bäumen hängen, zu erreichen und zu bekämpfen. Die Kosten betragen hierfür mehr als  4000 €.

Was können Sie tun?

  • Sie können ab Februar nach Primärnestern, die oft niedrig an Dachvorsprüngen, Balkonen oder in Sträuchern hängen, Ausschau halten, Funde fotografieren und bei der Unteren Naturschutzbehörde Hagen melden (Email: Umweltamt@stadt-hagen.de oder Tel.: 02331 2072904). Auch Einzelsichtungen von Asiatischen Hornissen oder Sekundärnester sollten gemeldet werden. Halten Sie Abstand, da die Asiatischen Hornissen in Nestnähe sehr aggressiv sind!  
  • Sie können unserem Verein Geld spenden, damit wir unsere Ausrüstung zur Nestbekämpfung vervollständigen können. Wir stellen gerne ab Januar 2027 Spendenquittungen aus, da ab da unsere Gemeinnützigkeit  anerkannt ist.

Unsere Kontodaten für Spenden und Überweisungen lauten:

Imkerverein Hohenlimburg

IBAN: DE38 4505 0001 0228 0168 94

Imkerverein Hohenlimburg 1878
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