Asiatische Hornisse

Aktuell sind die überwinterten Königinnen der Asiatischen Hornisse dabei, Primärnester zu bauen, erste Arbeiterinnen heranzuziehen und somit ein neues Volk zu gründen. Wir sind auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen, diese Primärnester, die leicht entfernt werden können, zu finden. Die folgenden Bilder zeigen die Entstehung eines Primärnests in einer Hagener Kleingartenanlage, das im April 2026 gemeldet und daraufhin entfernt wurde.

Einen WP-Zeitungsartikel vom 09.03.2026 über überwinterte Jungköniginnen, die jetzt mit dem Bau von Primärnestern beginnen, finden Sie hier

Bitte achten Sie auf Primärnester und melden Sie sie bei der Unteren Naturschutzbehörde Hagen. Herzlichen Dank!

Alle folgenden Bilder wurden von Thomas Beissel zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Woher kommt die Asiatische Hornisse?

Die Heimat der Asiatischen Hornisse (Vespa Velutina) ist die Himalayaregion in China. Sie landete 2004 in Töpferwaren in Südwestfrankreich und hat sich von da aus in Spanien, Portugal, Italien, Belgien, Niederlande, Großbritannien und Deutschland weit verbreitet. Aus einem Volk entstehen im nächsten Jahr ca. 7 neue Völker, die Ausbreitung beträgt etwa 60 km. Es gibt Regionen in Frankreich, wo bis zu 15 Nester pro km² zu finden sind.

Warum stellt sie eine Gefahr dar?

Die Asiatische Hornisse ist eine gebietsfremde Art und hat in Deutschland keine Fressfeine. Ein Hornissenvolk frisst pro Jahr ca. 11 kg Insekten-Biomasse, darunter viele, auch seltene Wildbienenarten, Wespen, Schmetterlinge, Spinnen, Käfer und im Spätherbst vor allem Honigbienen. 11 kg sind etwa 110.000 Bienen (6-8 Bienenvölker). Somit gefährdet sie die gesamte Flora und Fauna. Im Obst- und Weinbau kann es zu wirtschaftlichen Einbußen kommen, auch die Gesundheit des Menschen ist durch Stiche gefährdet. Vor allem in Nestnähe sind die Asiatischen Hornissen sehr aggressiv.

Die Imkereien leiden besonders unter der Asiatischen Hornisse:

  • Flugparalyse: Bei hohem Hornissendruck haben Bienen Stress und fliegen unter Umständen nicht mehr aus. Die Brutaktivität wird zurückgefahren, dadurch gibt es zu wenig Winterbienen, was den Tod des Volkes zur Folge hat.
  • Imker haben massive wirtschaftliche Schäden durch Völkerverluste, eine erhöhte Arbeitsbelastung und hohe Kosten durch Schutzmaßnahmen und sinkende Honigerträge.
  • Als Folge geben immer mehr Imker auf, zumal sie mit den Billigimporten von „Honig“ z.B. aus China konkurrieren müssen.

Wie erkennt man eine Asiatische Hornisse?

Von Anfang März bis Juni leben Asiatische Hornissen in Primärnestern, die an geschützten Orten, z.B. Dachvorsprüngen, Hecken, Nistkästen oder Garagen, teilweise sehr niedrig hängen. Das Flugloch ist unten. Fachpersonal mit einer entsprechenden Schutzausrüstung kann diese Nester aufgrund der geringen Höhe mit relativ wenig Aufwand entfernen. 

Ab Juli bauen Asiatische Hornissen Sekundärnester, die frei in großer Höhe in den Bäumen hängen. In diesen Nestern lebt das Hornissenvolk, das auf über 2000 Tiere anwächst, bis etwa Dezember. Das Flugloch befindet sich auf der Seite.
Diese Nester sind oft schwer zu entdecken und nur mit Hilfe einer langen Lanze oder eines Hubsteigers von Fachpersonal zu entfernen.

Wie ist die Situation in Hohenlimburg?

2023 gab es keine Nester.

2024 wurden 2 Nester entdeckt (Berchum, Obernahmer). Beide wurden im November entfernt.

2025 wurden in Hagen und Hohenlimburg flächendeckend Bienenvölker von der Asiatischen Hornisse angegriffen und teilweise getötet. Insgesamt wurden 13 Sekundärnester gefunden, davon wurden nur 2 vernichtet.

Wenn Sie eine Karte des LANUK sehen möchten, auf der aktuelle Sichtungen und Nester der Asiatischen Hornisse verzeichnet sind, klicken Sie bitte hier.

Da die Asiatische Hornisse seit 2025 als etabliert gilt, muss nun der Grundstückseigentümer die Kosten für die Nestentfernung tragen. Viele Eigentümer sind dazu nicht bereit. Die Stadt Hagen darf auf ihren Grundstücken nur dann ein Nest entfernen lassen, wenn das Nest in sensiblen Bereichen (z.B. Kindergartennähe) hängt. Wenn das nicht der Fall ist, bleibt das Nest hängen – so z.B. 2025 auf dem Niederfeldfriedhof und an der Hünenpforte.

 

Was können wir tun?

Mehrere Imker des Imkervereins Hohenlimburg sind bereit, Nester zu entfernen und entsprechende Fortbildungen zu machen. Wir haben auch schon von der Bezirksvertretung Hohenlimburg einen Hornissenschutzanzug gesponsert bekommen. Leider besitzen wir aber noch keine über 20 m lange Lanze und weiteres Equipment, um die Sekundärnester, die hoch in den Bäumen hängen, zu erreichen und zu bekämpfen. Die Kosten betragen hierfür mehr als  3000 €.

Was können Sie tun?

  • Sie können ab Februar nach Primärnestern, die oft niedrig an Dachvorsprüngen, Balkonen oder in Sträuchern hängen, Ausschau halten, Funde fotografieren und bei der Unteren Naturschutzbehörde Hagen melden (Email: Umweltamt@stadt-hagen.de oder Tel.: 02331 2072904). Halten Sie Abstand, da die Asiatischen Hornissen in Nestnähe sehr aggressiv sind!  
  • Sie können unserem Verein Geld spenden, damit wir unsere Ausrüstung zur Nestbekämpfung vervollständigen können. Wir stellen gerne Spendenquittungen aus, sobald die Gemeinnützigkeit anerkannt ist.

Unsere Kontodaten für Spenden und Überweisungen lauten:

Imkerverein Hohenlimburg

IBAN: DE38 4505 0001 0228 0168 94

Imkerverein Hohenlimburg 1878
info@imkerverein-hohenlimburg.de

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